Ausstellung „Wechsel-Wirken“

 

Bis zum 26. März präsentiert der Kunstverein Sulzbach in Kooperation mit der Stadt und dem BBK (Bund Bildender Künstler) Saar die Ausstellung „wechsel-wirken“. Sechs Mitglieder des saarländischen Berufsverbandes stellen gemeinsam mit sieben Künstler/innen des Bergisch-Gladbacher Atelierhauses A24  aus. Ihre Arbeiten aus unterschiedlichen Bereichen der Bildenden Kunst zeigen ein schön gefächertes künstlerisches Spektrum mit verschiedenen Ansätzen und Positionen.

karsten-panzerbeatrix rey objekt.pdf dadic-bild

Karsten Panzer, Beatrix Rey, Marijan Dadic

Die Idee des künstlerischen Austauschs und des Sich-Näher-Kennenlernens war der Ursprung des gemeinsamen Ausstellungsprojektes des BBK Saar und des Atelierhauses A24 in Bergisch Gladbach. Da der Kunstverein Sulzbach an dem Projekt Gefallen fand, öffnen sich am 5. März die Türen der schönen Sulzbacher Galerie in der AULA für die sehenswerte Gemeinschaftsausstellung „wechsel-wirken“.

verbundenheit-bild-1a-300-dpi-steinbach-fuss

Rosemarie Steinbach-Fuß

Aus dem 2004 von Karsten Panzer gegründeten Atelierhaus, zu dem seit 2007 auch eine Galerie gehört, nehmen sieben Künstler/innen teil: Wolfgang Buyna mit informell-abstrakter Malerei, Marijan Dadic, der sich in seiner expressiven Malerei immer wieder mit der menschlichen Existenz auseinander setzt, sowie Karsten Panzer PerZan, der in seinen farbenfrohen Bildern genetische Informationen abbildet. Aber auch Mike Felten mit überraschenden Arbeiten in experimentellen Mischtechniken, Beatrix Rey mit spannenden Holzobjekten, Sabine Puschmann-Diegel und Rosemarie Steinbach-Fuß, die in  Malerei, Zeichnung, Plastik zuhause sind.

burghild-reichmann

Burghild Reichmann

Mit ihren Werken in Dialog treten die Arbeiten fünf saarländischer Künstler/innen: Burghild Reichmann mit Makrofotografien, in denen natürliche Formen auf erfrischend abstrakte Weise einherkommen, Michael Mahren mit farbigen Arbeiten, die auf seinen wunderbar bewegten seriellen Zeichnungen aufbauen, sowie Ursula Bauer, die zwischen figurativen und abstrakten Darstellungsweisen wechselt und es liebt, mit unterschiedlichen Materialien zu spielen. Mit von der Partie sind auch Isabell Gawron, die sich in ihren Werken intuitiv, spontan und mit surrealer Inspiration auf dem Gebiet der Abstraktion bewegt, und Margot Zündorf-Breuer. Zündorf-Breuers abstrakte Werke sind in der realen Welt verwurzelt und wollen durch Reduktion zum Wesentlichen hinführen. Damit verfolgt sie ähnliche Absichten wie Regina Zapp mit ihren Installationen aus verschiedenen Materialien, deren Schwerpunkt allerdings auf dem Thema Vergänglichkeit liegt.

ursula-bauer michael-mahren isabell-gawron

Ursula Bauer, Michael Mahren, Isabell Gawron

„wechsel-wirken“ BBK Saar und Atelierhaus A24 Bergisch-Gladbach. Bis zum 26. März. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Die Vernissage ist am 5. März um 11 Uhr.

 einladung

Advertisements

18. Februar: Bären, Vulkane und unberührte Natur – eine Abenteuerreise durch Kamtschatka

von Margit und Karl-Willi PAUL

In Wort und Bild berichten die beiden Weltenbummler Margit und Karl-Willi PAUL von ihrer letzten Abenteuerreise, die in Petropawlowsk, der Hauptstadt der sibirischen Halbinsel Kamtschatka, begann. Acht Zeitzonen von Moskau entfernt starteten sie zu einer wundersamen Entdeckungsreise durch die Urwelt zwischen Ochotskischem Meer und Beringsee. Mit dem Helikopter gelangten sie an entlegene Orte, die die Strapazen der Anreise mit unvergleichlichen Anblicken belohnten.

Sie fanden eine unberührte, atemberaubende Natur, die bisweilen noch den Schwefelgeruch der dreißig aktiven und etwa einhundertfünfzig erloschenen Vulkane atmete.

In dieser imposanten Landschaft folgten sie den Spuren der etwa 15 Tausend riesigen Kamtschatkabären, die sich alljährlich im Sommer an den Lachsflüssen und dem Kurilensee ihre Reserven für die langen Winter anfressen.  Dort gelangen Margit und Karl-Willi PAUL spektakuläre Aufnahmen von den „Herrschern Kamtschatkas“ aus nächster Nähe, von jungen Bären bei ihren Übungsstunden und riesigen Bären bei ihrer perfekten Jagd.

baeren-3

Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein. Begleiten Sie die beiden Weltenbummler auf ihrer Reise ans „Ende der Welt“, in das unbekannte Sibirien, auf die Halbinsel Kamtschatka.

Am 18. Februar um 19 Uhr

Der Eintritt ist frei.

flyer_paul

Angewandte Kunst

Kunstmarkt am zweiten Adventwochenende im 1. OG

Noch bis zum 4. Dezember sind in der Sulzbacher Galerie in der AULA außergewöhnliche Kunstobjekte zu sehen. Der Kunstverein und die Stadt Sulzbach haben zur Ausstellung „Angewandte Kunst“ vier Künstler eingeladen, die mit unterschiedlichen Materialien arbeiten: Benedikt Bohlinger, Mecki Ganster, Birgitta Hüttermann und Doris Tabillion.

Birgitta Hüttermann

Die Gemeinschaftsausstellung „Angewandte Kunst“ gibt einen überraschenden Einblick in kreative Produkte, die entstehen, wenn Handwerkskunst und künstlerisch-gestalterisches Können zusammenfinden. Der Kunstverein hat in Kooperation mit der Stadt vier saarländische Meister ihres Fachs nach Sulzbach eingeladen, um ihre künstlerisch und qualitativ hochwertige Gestaltungsarbeit zu präsentieren.

Ben Bohlinger (Foto Wolfgang Gschwendtner)

So zeigt Bendedikt Maria Bohlinger (Ben), Schreinermeister aus Marpingen, seine wundersamen, gedrechselten Schalen und Gefäße, die ihresgleichen suchen. Aus frischem Ahornholz gedrechselt, anschließend in allen Farben des Regenbogens gefärbt und mit lebensmittelechten Lacken fixiert, kommen sie so filigran und elegant einher, dass sie von gewöhnlichen Holzobjekten meilenweit entfernt sind. Ihnen zur Seite gesellen sich die textilen Wandobjekte von Birgitta Hüttermann aus Homburg, die ebenfalls eine ganz eigenständige Ästhetik beinhalten. Denn bei ihr wird der Stoff zum Träger von Strukturen, die durch Wachs und Farbe gebildet wurden. Sie ordnet einzelne, sich variierend wiederholende Elemente zu beeindruckenden Wandobjekten, die marmorierten Gestein mitunter sehr ähnlich sind.

m-ganster-2

Mecki Ganster

Mit Textilien arbeitet auch die Wadgasser Künstlerin und Galeristin Mecki Ganster, wenn sie ihre originellen Taschenobjekte herstellt. Dabei greift sie auf viele unterschiedliche Materialien zurück und integriert auch gerne selbst gedichtete Reime, die den Werken Humor und Leichtigkeit verleihen. Die St.Ingberter Keramikerin und Malerin Doris Tabillion rundet den Reigen der Ausstellenden ab. Sie präsentiert einige ihrer Keramiken, die in unterschiedlichen Brenntechniken gefertigt wurde und durch ihre Farbigkeit und ihre individuelle Formsprache überzeugen. Daneben sind aber auch einige ihrer ausgefallenen Stoffunikate zu sehen, die jederzeit zum farbenprächtigen Schal mutieren können.

d-tabillion

Doris Tabillion

Angewandte Kunst – Benedikt Bohlinger, Mecki Ganster, Birgitta Hüttermann und Doris Tabillion. Bis zum 4. Dezember. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Die Vernissage ist am 20. November um 17 Uhr.

angewandte-kunst_flyer_2_

11. Sulzbacher Glaskunsttage

 

4. bis 6.November

Anfang November laden der Kunstverein und die Stadt Sulzbach zu den elften Sulzbacher Glaskunsttagen ein. International bekannte Künstler wie Vladimir Klein, Hermann Ritterswürden und andere Größen der Glaskunst haben diese Veranstaltungen über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Doch auch Geschichte und Tradition finden neben Freier Kunst und Gebrauchskunst ihren Platz. So bietet Sulzbach nicht nur einen wundervoll breit gefächerten Einblick in die Welt der Glaskunst, sondern regt auch an zu einem identitätsstiftenden Dialog mit der Glaskultur in der Saarregion.

orange-von-vladimir-klein alkie_osterland_tordetailwaldfruechtekette-von-magdalena-paukner

Von links nach rechts: Orange von Vladimir Klein, Tordetail von Alkie Osterland, Waldfrüchtekette von Magdalena Paukner

evelyn-roe-von-hermann-ritterswuerden

„Evelyn-Roe“ von Hermann Ritterswürden

Vom 4. bis zum 6. November steht Sulzbach wieder ganz im Zeichen der Glaskunst. Dann kommen in der schönen, dreigeschossigen Sulzbacher AULA Glaskünstler aus ganz Europa zusammen, um ihre Exponate zu zeigen. Unter ihnen befinden sich altbekannte Größen der Glaskunst wie Valdimir Klein, Kamil Faifer, Hermann Ritterswürden, Silvia Lobenhofer und andere. Doch auch in diesem Jahr sind unter den mehr als 20 Einzel- und Gruppenausstellern aus den europäischen und deutschen Glashochburgen wieder einige neue Künstler zu finden. Etwa die 1985 geborene Magdalena Paukner aus Lindberg im Bayrischen Wald, die für ihre filigranen Objektarbeiten schon mehrfach ausgezeichnet wurde. Oder Angelika Pietsch aus Witten-Herbede und Alkie Osterland aus Schwäbisch-Gmünd, die ihre spannenden Glasarbeiten erstmals in Sulzbach präsentieren.

glaskleid-von-silvia-loebenhofer

Glaskleid von Sivlia Lobenhofer

Sie beweisen mit ihren Werken auf beeindruckende Weise, was man mit diesem fragilen Werkstoff so alles anstellen kann. Und wie jedes Jahr werden auch gläserne Schalen, Vasen, Schmuckstücke und vieles mehr rund um diesen unglaublich vielseitigen Rohstoff zu sehen sein. Da das Veranstaltungskonzept ein wenig abgeändert wurde und es immer wieder Neues zu entdecken gibt, versprechen die Sulzbacher Glaskunsttage  mal wieder einen großartigen Einblick in die vielen Facetten der Glaskunst.

100_0071

Glas- und Heimatmuseum Warndt

Dabei dürfen natürlich die Glasbläser nicht fehlen: im Außengelände führen sie ihre ausgefeilte Handwerkskunst am brennenden Ofen vor. Und zur Ergänzung richtet das Glas- und Heimatmuseum Warndt seinen Blick zurück in die mehr als 140-jährige Geschichte der Glasindustrie an der Saar – schließlich waren die hiesigen Glashütten zeitweise die größten Produzenten von Flaschen- und Fensterglas in ganz Deutschland.

All das macht den Charme dieser hochkarätigen Veranstaltung aus, die dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer steht. Dass der Regionalverband die AULA zu den „Orten der Kunst und Kultur im Regionalverband Saarbrücken“ zählt, ist nicht zuletzt ein Zeichen der Akzeptanz und Wertschätzung dieses kulturellen Großevents. Es strahlt weit über die Grenzen der Region hinaus und trägt so auch den Europa-Gedanken in besonderer Weise in sich.

pietsch_aufdemweg

„Auf dem Weg“ von Angelika Pietsch

Die 11. Sulzbacher Glaskunsttage beginnen am Freitag, 4. November, mit der offiziellen Eröffnung um 20 Uhr. Am Samstag, 5. November, ist die Veranstaltung von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag, 6. November, von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Am Sonntag um 16 Uhr werden die Künstler vorgestellt und ausgewählte Glasobjekte versteigert.

einladung_glas_16_allgemein

Jahresausstellung bis zum 23. Oktober

2. AULA-Skatturnier am 16. Oktober

Am Sonntag, dem 16. Oktober, öffnen sich die Türen der Sulzbacher AULA um 13 Uhr zum 2. AULA-Skatturnier. Der Kunstverein, der diese Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Sulzbach durchführt, lädt alle Interessierten zur Teilnahme ein. Ohne telefonische Voranmeldung kann jeder, der das Startgeld in Höhe von 12 Euro zahlt, teilnehmen. Gespielt wird ab 14 Uhr nach den Regeln der allgemeinen Deutschen Skatordnung – insgesamt zweimal 48 Spiele in Dreier- oder Vierergruppen. Pro verlorenes Spiel ist ein Euro zu zahlen.

Der Kunstverein freut sich auf zahlreiche Teilnehmer und hat für die ersten zehn Gewinner wieder interessante Preise zur Verfügung gestellt: 300, 200 und 100 Euro für die drei ersten Plätze sowie schöne Sachpreise für den 4. bis 10. Platz.

Als Sponsor konnte die Geschäftsleitung der Stadtwerke Sulzbach/Saar gewonnen werden.

Lesung im Rahmen der Jahresausstellung

Am Abend des 27. Septembers waren in der Sulzbacher AULA ausnahmsweise mal eher die Ohren als die Augen gefordert. Denn dort, wo noch bis zum 23. Oktober die Werke kunstschaffender Mitglieder des Sulzbacher Kunstvereins zu sehen sind, las Rainer Mundanjohl aus seinen Geschichten „Sellemols in St.Johann“. Das passte perfekt in den Rahmen, denn schließlich war der Neuweiler Autor schon bei der Gründung des Vereins im Jahr 2007 dabei.

dsc_0085An die 50 Besucher waren gekommen, um seinen Erlebnissen aus den 50-iger Jahren zu lauschen, von denen sie in den vergangenen Jahren schon einige Kostproben zu hören bekamen. Doch scheinbar waren Mundanjohls Kindheit und Jugend in St.Johann voller kurioser Ereignisse, so dass noch viel Neues zu erfahren war. So war von lustigen schulischen Begebenheiten mit dem Kunsterzieher Richard Eberle zu hören, von dem frühpubertären Besuch in einer Saarbrücker Bar, der mit einem gut gemeinten Wangenschmatzer endete und jugendliche Hoffnungen zerstörte. Aber auch von vielem mehr, was der feinsinnige Vorleser gekonnt vortrug. Mit seinem leisen Humor und vielen hintergründigen Pointen gelang es dem Vorstandsmitglied des Kunstvereins seine Zuhörer bei Aufmerksamkeit und guter Laune zu halten. Dazu trug natürlich auch die Mitwirkung der Chorgemeinschaft Concordia bei, bei der Mundanjohl seit Jahrzehnten als aktiver Sänger angehört. Die Sänger und Sängerinnen begeisterten mit mehreren virtuos vorgetragenen Liedern und trugen ihren Teil dazu dabei, dass dieser Abend zu einer runden Sache wurde, die den Protagonisten am Ende einen großen Applaus bescherte