12. Sulzbacher Glaskunsttage

Anfang November laden der Kunstverein und die Stadt Sulzbach zu den zwölften Sulzbacher Glaskunsttagen ein. International bekannte Künstler wie Vladimir Klein, Hermann Ritterswürden und andere Größen der Glaskunst haben diese Veranstaltungen über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht. Dabei bietet Sulzbach nicht nur einen wundervoll breit gefächerten Einblick in die Welt der Glaskunst, sondern regt auch an zu einem identitätsstiftenden Dialog mit der Glaskultur in der Saarregion.

Laurence Klein, Patrick Roth, Petr Stacho

Vladimir Klein

Vom 3. bis zum 5. November steht Sulzbach wieder ganz im Zeichen der Glaskunst. Dann kommen in der schönen, dreigeschossigen Sulzbacher AULA Glaskünstler aus ganz Europa zusammen, um ihre Exponate zu zeigen. Unter ihnen befinden sich altbekannte Größen der Glaskunst wie Vladimir Klein, Kamil Faifer, Hermann Ritterswürden, Silvia Lobenhofer und andere. Doch auch in diesem Jahr sind unter den 20 Einzel- und Gruppenausstellern aus den europäischen und deutschen Glashochburgen wieder einige neue Künstler zu finden. Etwa der Tscheche Petr Stacho, dessen Skulpturen wie von Naturkräften geformt, geschliffen und poliert wirken. Oder die Französin Laurence Klein, die wie Ursula-Maren Fitz in der Kombination von Glas mit unterschiedlichen Materialien ästhetisch schöne Werke kreiert oder Patrick Roth, der seine komplexen Einzelstück erstmals in Sulzbach zeigt.

Angelika Pietsch, Hermann Ritterswürden, Kamil Faifer

Marx, Morsch u. Stocker

All diese Glaskünstler beweisen auf beeindruckende Weise, was man mit diesem fragilen Werkstoff so alles anstellen kann. Und wie jedes Jahr werden auch gläserne Schalen, Vasen, Schmuckstücke und vieles mehr rund um diesen unglaublich vielseitigen Rohstoff zu sehen sein. Da es auch immer wieder Neues zu entdecken gibt, versprechen die Sulzbacher Glaskunsttage  einen großartigen Einblick in die vielen Facetten der Glaskunst.

Wenn dann die Glasbläser im Außengelände führen ihre ausgefeilte Handwerkskunst am brennenden Ofen vorführen, scheint zudem ein Teil der mehr als 140-jährigen Geschichte der saarländischen Glasindustrie lebendig zu werden – schließlich waren die hiesigen Glashütten zeitweise die größten Produzenten von Flaschen- und Fensterglas in ganz Deutschland.

All das macht den Charme dieser hochkarätigen Veranstaltung aus, die dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer steht. Dass der Regionalverband die AULA zu den „Orten der Kunst und Kultur im Regionalverband Saarbrücken“ zählt, ist nicht zuletzt ein Zeichen der Akzeptanz und Wertschätzung dieses kulturellen Großevents. Es strahlt weit über die Grenzen der Region hinaus und trägt so auch den Europa-Gedanken in besonderer Weise in sich.

M & U Karl, Ursula-Maren Fitz, Alkie Osterland

Die 12. Sulzbacher Glaskunsttage beginnen am Freitag, 3. November, mit der offiziellen Eröffnung um 20 Uhr. Am Samstag, 4. November, ist die Veranstaltung von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag, 5. November, von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet.

Am Sonntag um 16 Uhr werden ausgewählte Glasobjekte versteigert.

EINLADUNG_Glaskunst_2017_

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Malende Ärzte 2017

Nach den erfolgreichen Ausstellungen „Malende Ärzte“ mit kunstschaffenden Medizinern aus dem Saarland und aus ganz Deutschland hat der Kunstverein Sulzbach noch einmal Ärzte aus ganz Deutschland eingeladen, ihre Werke in der Sulzbacher Galerie in der AULA zu präsentieren. Die Ausstellung, die am 29. September eröffnet wird, steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Martina Wenker und Dr. Gunter Hauptmann.

Elisabeth Engelhardt, Fritz Herrmann, Ralf Weik

Ernst Wellnhofer

Nach zwei erfolgreichen Ausstellungen mit „Malenden Ärzten“ 2013 und 2015 präsentiert der Kunstverein Sulzbach nun in Kooperation mit der Stadt die Ausstellung „Malende Ärzte 2017“. Aufbauend auf den Erfolgen der vergangenen Ausstellungen wurden Mediziner aus ganz Deutschland eingeladen, sich von ihrer musisch-kreativen Seite zu präsentieren. Ausgewählt wurden 13 Mediziner, die ab dem 29. September in der Galerie in der AULA vor Augen führen, was passiert, wenn sie den weißen Kittel ablegen und sich einer ganzen anderen Materie zuwenden. Wenn sie das breite Feld der Freien Kunst betreten und die eigene schöpferische Seite in den Vordergrund rücken. Wenn nicht mehr die Wissenschaft mit ihren beweisbaren Fakten im Vordergrund steht, sondern Fantasie und Kreativität gefragt sind.

Gisela Dasbach

Gisela Dasbach reist aus München mit ihren komplexen Arbeiten in unterschiedlichen Techniken an, Elisabeth Engelhardt mit vielschichtigen Collagen aus Kiel, Fritz Herrmann aus dem bayrischen Dettelbach, Timo Lamersdorf aus dem hessischen Groß-Umstadt, Marc Neufeld bringt Foto-Art aus Schaffhausen mit, Dietrich Reusch Bronzeskulpturen und analytische Gemälde aus Hirschaid/Bayern, Sabine Waldmann-Brun kommt mit „Afrika-Bildern“ aus Stuttgart und Ralf Weik aus Zweibrücken zeigt geheimnisvolle Ölgemälde.

Die Bundeshauptstadt Berlin ist vertreten mit Dagmar Sissolaks zeichnerischen Gemälden, mit Ernst Wellnhofer, der Collagen im Gepäck hat, und Susanne Geister, deren Werke um die Themen Vergänglichkeit, Zerbrechlichkeit und Bedrohung des Lebendigen. Last but not least darf auch das Saarland nicht fehlen: Gabriele Eifler gibt Einblick in ihre neuen experimentellen Werke.

Marc Neufeld, Dietrich Reusch, Sabine Waldmann-Brun

Bei dieser riesigen Vielfalt verspricht auch diese Ausstellung ein aufregendes Kunsterlebnis mit ausdrucksstarken Werken, die auf jahrelange Studien aufbauen. Diese bundesweit ausstrahlende Ausstellung wird am 29. September um 19:30 Uhr eröffnet und steht unter der Schirmherrschaft von Dr. Martina Wenker, Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, und Dr. Gunter Hauptmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Saarland. Beide haben ihr Kommen zur Vernissage zugesagt.

„Malende Ärzte 2017“. Bis zum 22. Oktober 2017. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am 29. September um 19:30 Uhr.

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10 Jahre Kunstverein

Mit einem Festakt feierte der Kunstverein Sulzbach Saar am 20. August sein zehnjähriges Jubiläum. Die erste Vorsitzende Dagmar Günther ließ vergangene Jahre Revue passieren und stellte die Aktivitäten der regen Ehrenamtler vor. Die Chorgemeinschaft Concordia brillierte bei der musikalischen Umrahmung der Veranstaltung.

Alle 120 Stühle waren besetzt, als Dagmar Günther in ihrer Funktion als erste Vorsitzende des Kunstvereins Sulzbach Saar am 20. August die Gäste im Festsaal der AULA begrüßte. Geladen waren Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins, aber auch die Mitglieder der Chorgemeinschaft Concordia, die diese gelungene Matinée mit ihrem abwechslungsreichen Gesang wunderbar begleiteten. Sie begeisterten mit ihrem Gesang ebenso wie Dagmar Bell mit ihrem Wortbeitrag „Maler in der fremden Stadt“ und natürlich die Vorsitzende, die ein wenig über die Vergangenheit und die Aktivitäten des Kunstvereins plauderte.

Klar, dass auch die Honorigen der Stadt nicht fehlen durften, sowohl Bürgermeister als auch Beigeordnete und Stadtratsmitglieder waren vertreten, um das zehnjährige Jubiläum mitzufeiern. Denn schließlich herrscht ein gutes Einvernehmen zwischen der Stadt und den regen Ehrenamtlern, die das Kulturleben Sulzbachs wesentlich bereichern, wie sowohl Dagmar Günther als auch Bürgermeister Michael Adam und Manfred Maurer, der 1. Beigeordnete des Regionalverbands, betonten. Da war es schön, dass beide im Rahmen dieser Matinée einen kleinen Scheck als Spende überreichten. Schön fand die engagierte Vorsitzende es auch, dass der allererste Vereinsvorsitzende Heiko Bellon der Einladung gefolgt war. Natürlich war auch ihr direkter Amtsvorgänger Rainer Mundanjohl zugegen, denn schließlich regelt er als erster Kassierer noch immer die Finanzen des Vereins und ist als Sänger der Concordia aktiv.

Foto: Elmar Müller

Der Rückblick auf die zehnjährige Vereinsgeschichte fiel durchweg positiv aus, ließ aber auch durchblicken, dass hier stets viel ehrenamtliches Engagement gefordert ist. Ohne das wäre es nicht möglich, die alljährlich stattfindenden Glaskunsttage, die Junge Kunst, die Jahresausstellung, den Künstleraustausch mit Sulzbachs französischer Partnerstadt Arc-et-Senans und die vielen anderen Ausstellungen und Aktivitäten rund ums Jahr durchzuführen. Es war ein gelungener Festakt, der dem Verein zur Ehre gereichte und den Blick in freudiger Erwartung weiterer kultureller Highlights in die Zukunft gleiten ließ.

 

Jahresausstellung der kunstschaffenden Vereinsmitglieder

Vom 6. bis zum 27. August ist in der Sulzbacher Galerie in der AULA die breite Vielfalt der kunstschaffenden Mitglieder des Kunstvereins Sulzbach zu bestaunen. Im Rahmen der Jahresausstellung präsentieren ihre Werke: Ursula Bauer, Hans Batschi, Günter Diesel, Jürgen Edlinger, Petra von Ehren-Hiry, Winfried Fuchs, Dagmar Günther, Ros Klär, Rudolf Kneip, Christiane Lohrig, Rainer Rodin-Edlinger, Myriam Rußer, Nadja Simon, Wida Taban-Amiri und Elisabeth Weiland.

Rainer Rodin, Dagmar Günther, Elisabeth Weiland

Es ist schon eine kleine Tradition, dass die kunstschaffenden Mitglieder des Sulzbacher Kunstvereins einmal im Jahr die schöne Galerie in der AULA für eine eigene Gemeinschaftsausstellung nutzen. Da der rege Verein sich in letzter Zeit über einige Neuzugänge freuen kann, geben in diesem Jahr fünfzehn Mitglieder Einblick in ihr eigenes künstlerisches Arbeiten. So spannt sich im Rahmen der Jahresausstellung, die in Kooperation mit der Stadt Sulzbach durchgeführt wird, der Bogen von gegenständlich bis abstrakt, von Schmuckgestaltung über Fotografie und Bildhauerei bis zu Malerei und Grafik.

Jürgen R. Edlinger, Christiane Lohrig, Hans Batschi

Die erste Vorsitzende Dagmar Günther präsentiert einige ihrer originellen Schmuckstücke und farbenfrohe Gemälde, während Günter Diesel in diesem Jahr mit formschönen Skulpturen vertreten ist. Elisabeth Weiland stellt mal wieder ihr wundervolles Gespür für Farbe und ihre Wirkweise in abstrakten Gemälden unter Beweis, während Rainer Rodin seine bunten Linienformationen rhythmisch übers Papier tanzen lässt. Mit flottem Pinsel gestaltet Neumitglied Rudolf Kneip abstrahierte, expressive Bildwelten, die neben den experimentellen Gemälden und Grafiken von Winfried Fuchs zu sehen sind. Näher am Vorbild der realen Welt bewegen sich die Bilder von Petra von Ehren-Hiry sowie die der Neumitglieder Hans Batschi, Ros Klär und Nadja Simon.

Ihnen zur Seite gesellen sich die humorvolle Graffiti-Art von Christiane Lohrig, Jürgen R. Edlingers imposante Grafiken in ungewöhnlichen Techniken und Ursula Bauers ausdrucksstarke Radierungen. Last but not least runden Myriam Rußers zarte Bleistiftzeichnungen rund um das Thema Mensch und Wida Taban-Amiris Fotografien diese Gemeinschaftsausstellung ab zu einer sehr interessanten und vielgestaltigen Präsentation, die dem Kunstverein im Jahr des 10-jährigen Jubiläums zur Ehre gereicht.

Ursula Bauer, Rudolf Kneip, Petra von Ehren-Hiry

„Jahresausstellung 2017“. Bis zum 27. August. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am 6. August um 17 Uhr.

FLYER_2017

 

 

 

OUT OF EDEN – Alina Grasmann

Vom 2. bis zum 23. Juli zeigt die 1989 in München geborene Alina Grasmann in der Sulzbacher Galerie in der AULA neue Werke ihrer Serie „West of Eden“. In technischer Meisterschaft lässt sie Orte imaginärer, realer und emotionaler Natur mit Farbe und Pinsel auf der Leinwand neu erstehen.  

Als der Nachwuchspreis „Junge Kunst in der AULA“ im Jahr 2016 vergeben wurde, fiel der Jury die Wahl sehr schwer. Denn neben Nis Knudsen aus Hamburg, der den Preis letztendlich einheimste, konnte auch Alina Grasmann mit ihren technisch perfekten  Ölgemälden überzeugen. Es blieb zwar bei dem einen Hauptpreis, doch man einigte sich darauf, der Absolventin der Münchner Akademie der Bildenden Künste eine Einzelausstellung in den wunderschönen Sulzbacher Galerieräumen anzubieten. So kam die Ausstellung „OUT OF EDEN“ zustande, in der die 1989 geborene Meisterschülerin Karin Kneffels Einblick in ihre neue Serie gibt.

Vor Jahren schon hat sich Alina Grasmann der gegenständlichen Malerei in Öl verschrieben. Sie setzt sich mit Orten imaginärer, realer und emotionaler Natur auseinander, die sie in technischer Meisterschaft mit Farbe und Pinsel auf der Leinwand neu erstehen lässt. Dabei will sie keine Geschichten erzählen, sondern entwickelt ihre Szenarien in einen Dialog mit dem Bild, in den Emotionen und Gedanken auf subtiler Ebene einfließen. Das gilt auch für die Arbeiten ihrer aktuellen Serie „West of Eden“, die nun in Sulzbach gezeigt werden und den Besucher in visionäre Bildwelten entführen.

 

„OUT OF EDEN“ – Alina Grasmann. Vom 2. bis zum 23. Juli. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am 2. Juli um 17 Uhr.

Flyer_Alina Grasmann

Preisträger Junge Kunst 2016: Nis Knudsen „.mill“

Die nächste Ausstellung in der Sulzbacher Galerie in der AULA ist dem Preisträger 2016 des Nachwuchswettbewerbs „Junge Kunst in der AULA“ gewidmet. Vom 7. bis zum 28. Mai zeigt der Kunstverein in Kooperation mit der Stadt „.mill“ mit Werken von Nis Knudsen.  

Seit der künstlerische  Nachwuchswettbewerb „Junge Kunst in der AULA“ 2008 eingeführt wurde, hat er sich zu einem viel beachteten Forum für Tendenzen und künstlerische Entwicklungen etabliert. Da an den ersten Preis stets eine Einzelausstellung im Folgejahr gekoppelt ist, sind in der Galerie in der AULA ab dem 7. Mai Arbeiten von Nis Knudsen aus Hamburg zu sehen. In der Ausstellung .mill zeigt der 1989 geborene Absolvent der Muthesius Kunsthochschule in Kiel unter anderem neue Malereien und Fotografien.

Nis Knudsen befasst sich in seiner Arbeit mit Farben, Flächen und Linien sowie ihren Konstellationen und Kombinationen. Dabei werden beispielsweise mittels der Sofortbildfotografie verschiedene Strukturen an Häuserfassaden eingefangen und in Szene gesetzt. Anders als bei der ‚Schnappschussfotografie‘ üblich, bedarf es viel Zeit zur Bildauswahl und vor dem Moment des Auslösens. Muster, Farben und Strukturen spielen hierbei eine wesentliche Rolle. Obwohl das Medium Fotografie abbildhaft ist, versucht Knudsen die Bildausschnitte so zu wählen, dass wenige Rückschlüsse auf das ‚Original‘ gezogen werden können. Die Sofortbilder wirken vielmehr wie kleine, abstrakte Gemälde und sind in dieser Hinsicht gar nicht so weit entfernt von der zweiten Werkgruppe dieser Ausstellung, den Gemälden.
In ihnen setzt Nis Knudsen Farbflächen aneinander, um sie in einem langen Malprozess immer wieder neu zu kombinieren oder wieder auszulöschen. Die jeweilige Ausgangssituation der Bilder scheint durch wiederholtes Schichten von Farbe teilweise noch als Relief durch oder zeigt sich als nichtgrundierte Leinwand – eine Art Reminiszenz an den Ursprung des Bildes. In ihrer Erscheinung abstrakt, folgen sie einer subjektiven Logik des Künstlers.

Nis Knudsen „.mill“. Bis zum 28. Mai. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am 7. Mai um 17 Uhr.

Einladung

Raum & Fläche – Kunst aus Frankreich

Vom 1. bis zum 23. April ist Kunst aus Sulzbachs französischer Partnerstadt Arc-et-Senans in der Galerie in der AULA zu sehen. Claire Casenove, die Inhaberin der dortigen Galerie „Carré Claude-Nicolas“, hat zwei Fotografen und zwei Bildhauer ausgewählt für „Raum & Fläche“, die vierte Ausstellung eines Künstleraustauschs mit dem Kunstverein Sulzbach. 

Vor nunmehr vier Jahren rief der Kunstverein Sulzbach/Saar in Kooperation mit der Stadt einen grenzüberschreitenden Künstleraustausch mit Sulzbachs französischer Partnerstadt Arc-et-Senans ins Leben. Seither stellen Künstler des hiesigen Vereins im Wechsel mit Künstlern der dortigen  Galerie „Carré Claude-Nicolas“ aus. Nachdem im letzten Jahr Hanne Irmisch und Günter Diesel in der französischen Stadt ihre Kunst zeigten, sind nun die Franzosen an der Reihe, Einblick in ihr künstlerisches Arbeiten zu geben. Für diesen Gegenbesuch hat die Galeristin Claire Casenove die Bildhauer Bernard Jobin und Jean-Louis Boucon sowie das französische Künstlerpaar Michèle und Maurice Mazalto ausgewählt.

Maurice Mazalto zeigt in der Sulzbacher Galerie Fotomontagen mit surrealen Arrangements, die von unserer Realität meilenweit entfernt sind, bisweilen aber dennoch subtile Botschaften enthalten. In seinen fantastischen Bilderwelten werde reale Gesetzmäßigkeiten hintergründig und humorvoll ad absurdum geführt. Seine Frau Michèle präsentiert uns eine Fotokunst anderer Art, denn sie wandert mit offenen Augen durch die Welt und richtet ihren Blick auf das, was sie unter ihren Füßen vorfindet: Muster, Strukturen und Linien, die ihrer Fantasie Flügel verleihen. In ihnen erkennt die Kunsterzieherin Figuren, Gesichter, Formen und Landschaften, die sie sowohl in der Wahl des Ausschnitts als auch mit Farben und Ideenreichtum geschickt hervorzuheben und abzulichten weiß.

Zu dieser gelungenen Fotokunst gesellen sich Bernard Jobins Metallskulpturen, die vielfach als weiblich inspirierte, aufstrebende Formen einherkommen und der Bewegung in einer faszinierenden Art huldigen. Aber auch einige von Jean-Louis Boucons ausdrucksstarken Plastiken, die aus Polystyren und Kunstharz gearbeitet sind und im organischen Linienfluss durch den Raum schwingen.

Raum & Fläche. Bernard Jobin, Jean-Louis Boucon, Michèle & Maurice Mazalto. Bis zum 23. April. Galerie in der AULA, Sulzbach, Gärtnerstr. 12. Mittwoch bis Freitag von 16 bis 18 Uhr, Sonntag von 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am 1. April um 18 Uhr.

Einladung